SPD Wasseralfingen

 

Gemeinschaftsschulen versus Realschulen

Veröffentlicht in Landespolitik


SPD Kreisvorsitzender Klaus Maier

Wieder einmal wird der fragwürdige Versuch unternommen die neu geschaffenen Gemeinschaftsschulen gegen die Realschulen auszuspielen. Die Vorwürfe einiger Bürgermeister gipfeln dabei in der Feststellung: „Land hungert Realschulen aus“. Dabei ist das Gegenteil der Fall, versichert der SPD Landtagsabgeordnete Klaus Maier: Das Land unternimmt große Anstrengungen um mit Realschulen und Gemeinschaftsschulen die optimalen Voraussetzungen zu schaffen um den Schülerinnen und Schülern einen guten Schulabschluss zu ermöglichen. Im Einzelnen:

 

 

 

Sachkostenbeiträge

Das Land bezahlt den Städten und Gemeinden als Schulträger einen Beitrag, der die Sachkosten einer Schule zum großen Teil abdeckt. 2015 sind das 1320 € für Haupt, Werkrealschulen und Gemeinschaftsschulen. 651 € für Realschulen und 680 € für Gymnasien. Dieser Unterschied rührt nicht daher, weil man Realschulen benachteiligen will, sondern weil die Haupt-, Werkreal- und Gemeinschaftsschulen im Durchschnitt 150 SchülerInnen je Schule haben und Realschulen 520. Die Fixkosten sind bei ersteren sehr hoch und werden deshalb mit höheren Sachkostenbeiträgen abgegolten. Diese Systematik ist im Übrigen keine Erfindung der jetzigen Landesregierung sondern jahrzehntelange Übung und erfolgt im Einvernehmen mit den kommunalen Landesverbänden.

Da die Gemeinschaftsschulen, die es jetzt erst in den unteren Klassenstufen gibt, sehr stark nachgefragt werden, besteht in absehbarer Zeit Anpassungsbedarf. Zu Verhandlungen darüber, wie die 800 Millionen € an Sachkostenbeiträgen unter den Schulen aufgeteilt werden, ist das Land mit den kommunalen Landesverbänden bereit.

Lehrerbedarf nach Schularten

Das Kultusministerium hat in einer Modellrechnung den Lehrerbedarf nach Schularten ermittelt. Danach benötigen Werkrealschulen 1.51 Lehrerwochenstunden je Schüler, Realschulen 1.38, Gymnasien 1.48 und Gemeinschaftsschulen 1.59 Stunden. Also angesichts des intensiven integrativen Unterrichts an Gemeinschaftsschulen kein gravierender Unterschied.

Verbesserung der Ressourcen an Realschulen

Die Ausstattung mit Lehrerwochenstunden an Realschulen wurde von der jetzigen Landesregierung erstmals um 2.2 Stunden verbessert. Frühere Landesregierungen kümmerten sich wenig um diese wichtige Schulart. Da nach Wegfall der verbindlichen Grundschulempfehlung die Schülerschaft an Realschulen immer heterogener wird, erhalten sie ab Schuljahr 2015/16 eine deutliche Aufstockung an Lehrerwochenstunden und Angleichung an das Gymnasium.

Weiterentwicklung der Realschulen

Das Kultusministerium hat Ende 2014 ein Konzept zur Weiterentwicklung der Realschulen vorgelegt. Damit wird die Realschule gestärkt und neben der Gemeinschaftsschule zum wichtigen Pfeiler in der zweiten Säule der Schulangebote. Dieses Konzept wird mit dem 1. Bildungsnachtragshaushalt 2015/16, der in den nächsten Wochen ins Parlament kommt, finanziert.

Fazit:

Die Bürgermeister der Realschulgemeinden liegen mit ihren Befürchtungen falsch. Die grün-rote Landesregierung unternimmt alles, um die einzelnen Schularten zu stärken und allen Schülerinnen und Schülern vor allem auch in den ländlichen Räumen optimale Bildungschancen einzuräumen.

 

 

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Leni Breymaier

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