SPD Wasseralfingen

 

Marga Elser mit der Willy Brandt Medaille ausgezeichnet

Veröffentlicht in Kreisverband


Die höchste Auszeichnung für Marga Elser

Der SPD-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Klaus Maier verlieh der ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Marga Elser aus Lorch, die Willy Brandt Medaille der SPD, die höchste Auszeichnung, die die SPD vergeben kann.

Der SPD-Kreisvorstand hatte anlässlich des 70. Geburtstags von Marga Elser vor einigen Wochen die hohe Ehrung für das politische Lebenswerk der ehemaligen Bundestagsabgeordneten beschlossen.

Regionalgeschäftsführer Stefan Oetzel, ein Weggefährte von Elser, hielt die Laudatio auf Marga Elser. Oetzel hatte sämtliche Wahlkämpfe von ihr begleitet und viele Jahre mit ihr auf allen politischen Ebenen zusammengearbeitet.

 

 

Hier können Sie seine Laudatio nachlesen:

Liebe Genossinnen und Genossen,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir ehren heute mit Marga Elser eine Frau, die sich, um es so zu sagen, wie es wirklich ist:

Um die Sozialdemokratie auf der Ostalb und in Deutschland

verdient gemacht hat.

Die Willy Brandt Medaille ist die höchste Auszeichnung, die die SPD für besondere Verdienste vor allem für ehrenamtlich geleistete Arbeit vergeben kann.

Der SPD-Kreisverband Ostalb hat diese Ehrung sehr gerne beschlossen.

Liebe Marga,

es ist sehr beeindruckend was du schon alles gemacht hast in deinem politischen Leben:

Ich darf kurz ein paar Aufgaben und Funktionen aufzählen:

  • Ältestenratskommission für Innere Angelegenheiten

  • Ausschuss für Gesundheit - Mitglied ab 22.11.1999

  • Finanzausschuss - stellv. Mitglied ab 17.11.1998

  • Parlamentariergruppe für die Beziehungen zu den Staaten West- u. Zentralafrikas - Stellv. Vorsitzende ab 02.03.1999

  • Arbeitsgruppe Bürgerschaftliches Engagement

  • Arbeitsgruppe Kommunalpolitik - Stellv. Sprecherin ab 04.12.2002

  • Landesgruppe Baden-Württemberg - Stellv. Sprecherin

  • Ausschuss für Gesundheit und Soziale Sicherung - stellv. Mitglied

  • Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit

  • Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung –

  • Innenausschuss - Mitglied ab 30.10.2002

  • Kontrollausschuss beim Bundesausgleichsamt

  • Kuratorium der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft -

    Dazu kommen weitere Funktionen und Aktivitäten:

    Ehrenämter:

  • Stadträtin in Lorch

  • SPD-Kreisvorsitzende im Ostalbkreis

    (1987 – 21. Juli 2001)

  • Kreisrätin im Ostalbkreis (7 Jahre Fraktionsvorsitzende, 1992-1999)

  • Vorsitzende AG-60plus im Ostalbkreis

  • Gewerkschafterin (Ver.di – früher HBV)

  • Ehrenamtliche Leiterin der Volkshochschule in Lorch (über 10 Jahre)

  • Mitarbeit in der Friedensbewegung (Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen)

  • stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Senioren

     

    Du gehörst einer Politikergeneration an, die sich oft von der heutigen Zeit unterscheidet:

    Auch in der Opposition warst du immer für etwas, hast Vorschläge und Angebote gemacht, Alternativen erarbeitet.

    Pauschale Kritik und Ablehnung, ich nenne nur die heutige Opposition im Land, die unsere Regierung heftig z.B. für ihren mangelnden Sparwillen kritisiert, selbst aber keinerlei Vorschläge macht, wo sie denn sparen würde, waren nie dein Ding.

    Das hat etwas mit deinem eigenen Leben zu tun.

    Das es in den heutigen politischen Sozialisationen so eher nicht mehr gibt.

    Du hast das hinter dir, was man die Ochsentour nennt. 1972 bist du er SPD beigetreten, ein Jahr des Aufbruchs, die Politik von Willy Brandt wurde von den Menschen in unserem Land nicht nur akzeptiert, sie wurde wirklich unterstützt.

    Dann hattest du wohl jedes Amt einmal ausgeübt, das unser Statut für einen Ortsverein vorsieht. Lange vor der Zeit der bunten Bildchen, des allgegenwärtigen Internets war Marga Elser unterwegs zu den Menschen, im Virngrund, auf dem Härtsfeld, im unteren Brenztal, in der Heimat in Lorch, in den großen Kreisstädten, in quasi jeder Gemeinde in der Region. Ich erinnere mich gut an die Zeit, als sie zum ersten Mal für den Bundestag kandidierte, allein in den 6 Monaten bis zur Wahl ist sie fast 50.000 Kilometer unterwegs gewesen. Eine beeindruckende Zahl! Ohne Handy, ohne Zugriff auf Internet – das Faxgerät war gerade eingeführt worden.

    Marga hatte in dieser Zeit eine Familie (die hat sie heute noch), einen guten Beruf, eine sehr gute Stelle – sie war schon wer, bevor sie in den Bundestag gewählt worden ist, mehrere kommunale Mandate, zahlreiche Funktionen in der SPD, vor allem als Kreisvorsitzende im Ostalbkreis und sie hatte das, was ich heute bei manchen Mandatsträgern etwas vermisse: Sie hatte schon ein paar ehrlich erworbene graue Haare, sie hatte Lebenserfahrung.

    Ich hatte das Glück alle vier Bundestagswahlen von Marga zu erleben und daran mitzuarbeiten, auch die Wahlen, wo es von vornherein klar war, dass sie nach dem Wahltag nicht im Bundestag sein würde.

    Geduld und Zielstrebigkeit sind Sekundärtugenden, über die verfügt. Und über großen Fleiß: Wer so wie sie, neben der Familie und dem Beruf, ein dreijähriges berufsbegleitendes kaufmännisches Studium noch nebenbei erfolgreich meistert, dem darf man schon einiges zutrauen.

    Natürlich habe ich im Vorfeld dieses Tages auch das Archiv der SPD befragt: Und ich habe einen tollen Bericht gefunden:

    Aus der Heidenheimer Zeitung, Wahlkreis Marga Elser:

    Dienstag, 26. Juni 1990 – heute vor 25 Jahren:

    Marga Elser besuchte eine soziale Einrichtung der AWO, ein Jugendhilfeprojekt in Heidenheim:

    Die AWO bat Marga Elser damals sich für eine bessere Unterstützung von Jugendlichen mit psychischen Erkrankungen bzw. problematischen Biographien einzusetzen. Ziel war es damals eine Sozialfirma zu gründen, die sich am Markt etablieren möge, um diesen jungen Menschen eine Perspektive zu ermöglichen:

     

    Ich zitiere Marga Elser 1990:

    „Marktwirtschaft ist noch kein Wert an sich; sozial wird sie erst, wenn man sie dazu macht.“

    Diese Worte sind genau so richtig, wie sie es vor 25 Jahren waren.

    Liebe Marga,

    herzlichen Dank für dein Lebenswerk für die Sozialdemokratie. Und alles Gute für dich und deine Familie.

    Die Willy Brandt Medaille durch die SPD

    kommt von Herzen!

     

 

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Leni Breymaier MdB